Institute for
HSR

Freiraum und Gärten

Das ILF unterstützt Gemeinden und Kantone bei der Planung und Entwicklung von Freiräumen innerhalb der Siedlungen. Eine besondere Bedeutung erhält die Siedlungsökologie sowie die Verbindung von Biodiversität und Gestaltung. Wesentliche Aufgabe ist dabei die Analyse der unterschiedlichen Nutzungsansprüche und deren Abwägung bei der Realisierung von Projekten. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Verwendung von Pflanzen als wichtigem Gestaltungselement sowie der Einsatz innovativer Konstruktionstechniken und neuer Materialien im Garten- und Landschaftsbau.


R E F E R E N Z P R O J E K T E

Urbane Baumkonzepte für die Schweizer Städte der Zukunft

Klimawandel, Schädlinge, gekürzte Budgets für die Pflege, wachsende Erwartungen an Ästhetik und Biodiversitätsförderung: Welche Stadtbäume können alle diese Erwartungen in Zukunft noch erfüllen? Der Hitzesommer 2015 hat einmal mehr gezeigt, welche grossen Herausforderungen auf Schweizer Städte und Gemeinden warten, um den Bestand der Strassenbäume zu erhalten. Um die richtige Strassenbaumwahl zu treffen, müssen Kompetenzen aus der Pflanzenverwendung, Gestaltung und Ökologie integriert werden. Dafür bietet das ILF das nötige Know-how und praxistaugliche Instrumente.

 

Im Moment adaptieren und erweitern wir für die Schweiz ein Pflege- und Entwicklungskonzept für zukünftige Baumbestände auf öffentlichem Grund, welches 2013 für Hamburg entwickelt wurde. In einer ersten Anwendung erarbeiten wir in 2016 ein neues Baumkataster für die Stadt Rapperswil – Jona und ihre ca. 3000 Bäume auf öffentlichem Grund.

Auftraggeber
Stadt Rapperswil – Jona, Hochbau und Planung

Projektleitung
Mark Krieger, mark.krieger(at)hsr.ch

Projektmitarbeit
Viola Thiel, viola.thiel(at)hsr.ch
Marcel Metzger, marcel metzger@hsr.ch

Projektlaufzeit
laufend


Förderung und Vernetzung von Biodiversität in Städten

Die einheimische Biodiversität ist in Schweizer Städten hoch. Aus diesem Grund und weil die Siedlungsfläche weiter zunimmt, sind Siedlungsgebiete in den Fokus des Naturschutzes in der Schweiz gerückt. Eine grosse Herausforderung ist dabei, dass die Populationen vieler Arten im Siedlungsraum klein und fragmentiert sind. Durch die Verdichtung von Städten nimmt diese Fragmentierung weiter zu. In diesem Projekt untersuchen wir, ob die Populationen von Wildpflanzen in der Stadt Zürich langfristig überlebensfähig sind und ob Genfluss zwischen den verschiedenen Populationen stattfindet. Zudem werden auch Erfolgskontrollen zu spezifischen Fördermassnahmen (wie Ansaat von Wildpflanzen) durchgeführt als Grundlage für ein langfristiges Monitoring. Dafür wenden wir Methoden der Vegetationskunde, Pflanzenökologie und Naturschutzgenetik an. Aufgrund dieser Daten werden wir anhand von Karten evaluieren, was ein zusätzlicher Verlust von wertvollen Naturstandorten als Folge einer weiteren Verdichtung für Auswirkungen auf die Überlebensfähigkeit von Wildpflanzen im Siedlungsraum hat, und andererseits wo zusätzliche Naturstandorte als Trittsteine die Vernetzung der Biodiversität in der Stadt Zürich am effektivsten stärken würde.

 

Diese Karten der ökologischen Vernetzung bilden die Grundlage für die Entwicklung von planerischen und gestalterischen Massnahmen zur Förderung von Biodiversität in der Stadt Zürich, welche ökologische, gestalterische und soziale Aspekte gleichermassen berücksichtigen. Das Projekt baut auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Ökologen der ETH Zürich, Landschaftsarchitekten und Planern der HSR Rapperswil, und der Praxis (Abteilung Naturschutz, Grün Stadt Zürich).

Finanzierung
PSC-Mercator Fellowship Program “Bridging Plant Science and Society”, Stiftung Mercator Schweiz, http://www.plantsciences.uzh.ch/en/research/fellowships/mercator.html

Projektpartner
Grün Stadt Zürich
ETH Zürich

Projektleitung
Christoph Küffer, christoph.kueffer(at)hsr.ch

Projektmitarbeit
Kevin Vega (Doktorand)

Projektlaufzeit
August 2016 – August 2020


Erholungsbezogene Waldentwicklung in urbanen und suburbanen Räumen der Schweiz

Im Forschungsprojekt „Erholungsbezogene Waldentwicklung“ wurde vor dem Hintergrund zunehmender Innenverdichtung der Schweizer Siedlungsräume nach neue Möglichkeiten für die Schaffung und Gestaltung neuer Erholungsangebote in Wäldern urbaner und suburbaner Räumen gesucht. Die Arbeit baute auf den Erfahrungen im nationalen und internationalen Rahmen auf, um angemessene Lösungen für Referenzgebiete in der städtischen Peripherie und wachsenden Agglomerationsgemeinden zu testen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.

 

Durch die heutige, anhaltende Siedlungsentwicklung wächst die Freizeit- und Erholungsnutzung seit einigen Jahren im Wald an. Die grosse Bedeutung des Waldes für die Erholung konnte wissenschaftlich untermauert werden. Auch der Zusammenhang zwischen der Wohnstandortwahl und hochwertigen Naturräumen in der Nähe der Siedlungsgebiete ist bekannt. Städte und Gemeinden müssen daher ein Interesse daran haben, siedlungsnahe Wälder im Rahmen der baulichen Verdichtung als wichtige Ressource für das Wohlbefinden der Bevölkerung, aber auch als positiven Standortfaktor zu erhalten und zu entwickeln.

 

Zwei Forschungsfrage standen im Zentrum:
- Welche Qualitäten sind für Erholungswälder in Zukunft von Bedeutung?
- Welche Faktoren tragen zur Umsetzung dieser Qualitäten bei?

Auftraggeber
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
European Cooperation in Science and Technology COST, Action FP 1024

Projektleitung
Susanne Karn, susanne.karn(at)hsr.ch

Projektmitarbeit
Michael Schulze, michael.schulze(at)hsr.ch
Christine Bai, christine.bai(at)hsr.ch

Projektlaufzeit
Januar 2015 - Januar 2017


Freiraumnetze in Agglomerationsgemeinden

Freiraumproduktionen in sozial- und planungswissenschaftlicher Perspektive

Die fortschreitende Zersiedelung und Verknappung der Landreserven in der Schweiz setzt die Frei- und Erholungsräume sowohl in urbanen Zentren als auch in suburbanen Siedlungsgebieten unter Druck. Vermehrt kommen gesellschaftliche Funktionen und der Stellenwert funktionierender Freiraum ins öffentliche Bewusstsein und in die fachliche Diskussion. Damit verbunden sind Forderungen nach neu zu konzipierender, verdichteter Siedlungsentwicklung und "Neuen Urbanen Qualitäten" (Schweizerischer Nationalfonds 2011). Zugleich werden Fragen nach neuen Strategien und Lösungsansätze der Freiraumplanung drängend.

Auftraggeber
Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung 

Projektleitung
Susanne Karn, susanne.karn(at)hsr.ch

Projektmitarbeit
Michael Schulze, michael.schulze(at)hsr.ch
Christine Bai, christine.bai(at)hsr.ch

Projektlauftzeit
August 2013 - September 2015

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